Fridays for Future - Bewegung


Die Initative Fridays for Future ruft Schüler zur Zeit regelmäßig zu Streikmassnahmen auf, im Prinzip gegen die Schule, eigentlich aber für das Klima.

Streikmassnahmen gegen die Schule sind nicht erlaubt und auch nicht möglich.  Schule kann nicht bestreikt werden. Es handelt sich vielmehr um ein unerlaubtes Fernbleiben von der Schule (Teilnahme an einer Demonstration), dass provozieren soll, und dass diverse disziplinarische Massnahmen nach sich ziehen kann. Da es sich auch um keine Schulveranstaltung handelt und das Fernbleiben vom Unterricht in der Regel ohne Erlaubnis, höchstens mit Duldung, durch die Schule erfolgt, entfallen auch entsprechende Versicherungsleistungen durch den Schulwegversicherer.

 

Es gibt dazu aus dem Bayerischen Kultusministerium jetzt eine aktuelle Meldung:

Agentur: dpa, Agenturkennung: bdt0227, Datum: 18.09.2019 11:21
Titel: Bayerischer Kultusminister Piazolo warnt vor Teilnahme an Klima-Demos
Meldung:
Fürth (dpa) - Der bayerische Kultusminister Michael Piazolo hat die
Schüler im Land gewarnt, sich weiter während der Schulzeit an den
Fridays-for-Future-Protesten zu beteiligen. Das Ziel medialer
Aufmerksamkeit sei längst erreicht. «Insofern sehe ich überhaupt
keine Notwendigkeit, nun während der Unterrichtszeit für Fridays for
Future zu demonstrieren», sagte der Politiker der Freien Wähler am
Mittwoch dem Radiosender Antenne Bayern. Er forderte die Schulleiter
auf, angemessen zu reagieren, und verwies auf die Schulpflicht.
Maßnahmen wie Nachsitzen, Verweise und Bußgelder seien im Schulgesetz
ausdrücklich vorgesehen.

 

Die Haltung der Schule WVS speziel zu dieser Bewegung ist nicht schriftlich dargelegt, jedoch wird jetzt im ersten Elternbrief 2019-2020 ganz allgemein nochmal auf die Schulpflicht hingewiesen und auf die Konsequenzen beim unentschuldigten oder ungenehmigten Fernbleiben vom Unterricht. Mit der neuen Linie vom Kultusministerium darf davon ausgegangen werden, dass es nun eine klare Linie gibt, an die sich auch die Schulleiter halten werden.

 

Informationen zu dieser, besonders Schüler erobernden, Bewegung finden Sie hier.

 

Als Elternbeirat geben wir keine Empfehlungen, möchten Sie aber warnen: Schulpflicht ist nicht umgehbar. Die Schüler machen sich bei "Streik"teilnahme (ohne offizielle Genehmigung der Schule) im Sinne des Bayrischen Unterichtsgesetzes BayEU schuldig!

Nehmen Sie rechtzeitig Kontakt mit der Schule auf, bevor sich Ihre Kinder entfernen, sorgen Sie für die Genehmigung für Ihr Kind. Sprechen Sie auch und besonders zu Hause darüber. Wenn Ihre Kinder sich zu Hause nicht ökologisch Verhalten (Für ihre Projekte CO2GLE und Deforest hat die Netzkünstlerin Joana Moll den CO2-Abdruck von Google ausgerechnet. Um eine Sekunde Suchanfragen weltweit wiedergutzumachen, bräuchte es 23 Bäume. Denn hinter der Suchmaschine stecken unzählige Serverfarmen, die viel Energie brauchen*.) , welchen Sinn hat dann die Teilnahme an einer Demo gegen solche Klimakiller mit dem Risiko der Schulstrafe oder sogar mit dem Erhalten einer Note 6?

 

Ökologisches Verhalten beginnt sicherlich zu Hause. Das Thema ist umfangreich und läßt sich leider nicht mit einfachen Antworten oder Forderungen erledigen.

 

*Internet vom 16.9.19: https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/co2-abdruck-jede-sekunde-googeln-verbraucht-23-baeume